Die letzten natürlichen Inselwelten entdecken - überzeugen Sie sich selbst!
Dicht bei einander liegen Deutschlands größte Insel Rügen und eine der kleinsten – Hiddensee. Doch obwohl sie bei einem Blick auf die Karte „aus einem Guss“ zu sein scheinen, sind die beiden Eilande grundverschieden.
Rügens Steilküste ist von den weißen Kreidefelsen gekennzeichnet und am bekannten Aussichtspunkt – dem Königsstuhl – 114 Meter hoch. Auch Hiddensee verfügt über ein „Bergland“. Der Dornbusch erreicht immerhin die
stattliche Höhe von 70 Metern. Auf Hiddensee ist das Pferd ein ganz selbstverständliches Transportmittel – denn die Insel ist autofrei.
Tagestouristen werden an der Fähre vom Kremser erwartet, wer Pferd und Wagen nicht nutzen mag, dem bleibt das Fahrrad, motorisierte Fortbewegung ist Ausnahmefällen vorbe- halten. Ponys, Kutsch- und Reitpferde leben ganzjährig auf der Insel, so dass Anfänger und Routiniers im Pferdeleben gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Vielfältige Angebote an geführten Touren haben sich auf der Insel etabliert und bieten für Erholungssuchende zahl- reiche Höhepunkte.
Vom Leuchtturm auf dem Dornbusch aus melden sich jeden Abend die „Wetterfrösche“ des Landes und auch Deutschlands älteste Vogelwarte steht auf Hiddensee. Heute gehört sie zur Universität Greifswald.
Zahlreiche Künstler haben schon vor Jahrzehnten das besondere Licht, die Ruhe und Abge- schiedenheit der kleinen Ostseeinsel zu schätzen gewusst. Am bekanntesten ist das Som- merhaus von Gerhard Hauptmann, aber auch Asta Nielsen und Gret Palucca besaßen Häuser auf Hiddensee, die noch heute Künstler und Kunstliebhaber in ihren Bann ziehen.
Das Museum in Kloster, dem Hauptort von Nachbildungen des Hiddensee-Schatzes, zeigt eine weitere Attraktion: und zwar einen Goldschmuck, der nach einer Sturmflut in der Brandung geborgen wurde.
Wer lange Ritte in der Natur bevorzugt, sollte sich der „großen Schwester“ zuwenden: Der Insel Rügen. Entlang der Küste geht während der zwar häufig turbulent zu. Im Inselinnern aber gibt es ausgedehnte Buchenwälder mit einem gut ausgebauten Wegenetz und zwei großen Schutzgebieten: Dem Nationalpark Jasmunder Bodden und das Biosphärenreser- vat Südost-Rügen. Um den Herthasee ranken sich geheimnisvolle Sagen und die enge Nachbarschaft von Wald, Meer und Süßwassersee bietet seltensten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Seeadler und Fischotter sind hier oft zu beobachten. Insoweit kann ein romantischer Ritt schon einmal auf einer Orchideenwiese enden.
Pferdefreunde kommen bei den berühmten Störtebeker-Festspielen durchaus auf ihre Kosten, denn am imposantesten wirkt ein Pirat, wenn er sein Unwesen im gestreckten Galopp treibt.
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